350 Tonnen: China stellt riesigen Elektro-Muldenkipper vor

Ein chinesisches Unternehmen zeigt mit dem ZL230E den größten elektrischen Muldenkipper Chinas. Der autonome Lkw bewegt 230 Tonnen Nutzlast durch offenen Tagebau. Das Fahrzeug soll den Bergbau nachhaltig verändern und umweltfreundlicher gestalten.
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Zijin Longking

    Chinas größter E-Muldenkipper

    Zijin Longking hat in der chinesischen Provinz Fujian den ZL230E präsentiert. Das Fahrzeug ist ein rein elektrisch angetriebener Muldenkipper für den Einsatz in großen Tagebauanlagen. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 350 Tonnen und einer Nutzlast von 230 Tonnen gilt das Modell aktuell als größter E-Lkw seiner Klasse in China. Der Hersteller möchte mit dem Fahrzeug den CO2-Ausstoß im Bergbau senken.

    Angetrieben wird der Schwerlaster von zwei Elektromotoren mit jeweils 800 Kilowatt Leistung, die an den hinteren Antriebsachsen montiert sind. Eine zentrale Steuerung verteilt die Kraft dynamisch, um auch bei steilen Anstiegen in unwegsamem Gelände ausreichend Traktion zu gewährleisten. Für die Energieversorgung ist ein 1400 Kilowattstunden großes Batteriepaket zuständig.


    Wie das Fachportal Electrek berichtet, lässt sich der Akku dank eines speziellen Schnellladesystems in nur 25 Minuten von zehn auf 90 Prozent aufladen. Das verringert die Standzeiten im Vergleich zu herkömmlichen Dieselfahrzeugen erheblich. Der Betrieb erfordert jedoch eine gut ausgebaute Strominfrastruktur direkt am Abbauort, was hohe Vorabinvestitionen für die Minenbetreiber bedeutet.

    Autonomes Fahren im Bergbau

    Neben dem elektrischen Antrieb verfügt der ZL230E über umfassende autonome Fahrfunktionen. Die Technologie stammt von dem australischen Entwickler EACON. Das System nutzt cloudbasierte Einsatzplanung, Umgebungserkennung und automatisierte Entscheidungsfindung, um den Lkw fahrerlos durch die Minen zu navigieren. Die Software ist speziell auf die rauen Bedingungen im offenen Tagebau abgestimmt und unterstützt einen durchgehenden Betrieb ohne Pausen.

    Um die Sicherheit bei fahrerlosen Einsätzen zu gewährleisten, ist das Fahrzeug mit redundanten Brems- und Lenksystemen ausgestattet. Fällt eine Komponente aus, übernimmt sofort ein Ersatzsystem. Die Automatisierung soll die Betriebskosten senken und die Effizienz steigern. Gleichzeitig entfällt der Bedarf an menschlichen Fahrern für die gefährlichen Transportwege innerhalb der Mine, wodurch das Unfallrisiko sinkt.

    Fokus auf erneuerbare Energien

    Der Mutterkonzern Zijin Mining plant, seine Flotte in den kommenden Jahren vollständig von Diesel auf Elektroantrieb umzustellen. Bereits jetzt sind über 1700 elektrische Fahrzeuge im Einsatz. Um den ökologischen Nutzen zu maximieren, sollen die Ladestationen künftig direkt mit lokal erzeugtem Wind- und Solarstrom sowie großen Energiespeichern gekoppelt werden.

    Auch andere globale Rohstoffkonzerne erproben derzeit elektrische und autonome Transportlösungen. Mitbewerber in Australien und der Mongolei testen ähnliche Konzepte, darunter auch Systeme mit austauschbaren Batterien. Der ZL230E zeigt dabei deutlich, dass die technische Entwicklung hin zu emissionsfreien Großmaschinen schnell voranschreitet. Das reduziert langfristig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

    Wie bewertet ihr den Einsatz von autonomen Elektro-Giganten im Bergbau? Teilt eure Gedanken und Perspektiven gerne mit uns in den Kommentaren.

    Zusammenfassung
    • Zijin Longking stellt den riesigen E-Muldenkipper ZL230E vor
    • Das Fahrzeug wiegt 350 Tonnen und kann 230 Tonnen Fracht laden
    • Zwei Motoren leisten 1600 kW und nutzen eine 1400-kWh-Batterie
    • Die Schnellladung von zehn auf 90 Prozent dauert nur 25 Minuten
    • Dank EACON-Technologie kann der Riesen-Lkw autonom fahren
    • Zijin Mining will die eigene Flotte komplett auf Elektro umstellen
    • Ladestationen sollen in Zukunft mit Ökostrom betrieben werden

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